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Zurück aus dem Urlaub Donnerstag, 2.08.2007

Posted by zwannzig in einundzwanzig.
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Juhu, Deutschland hat mich wieder. Während es in Kroatien brennt, scheint sich hier englischer Dauerregen einzustellen. Schauderhaft. Jetzt bin ich mal leicht angebräunt und dann gibt mir das Wetter hier in Deutschland keine Chance, diese Bräune aufrecht zu erhalten. Schade.

Den Urlaub musste ich leider Gottes eine Woche zu früh beenden. Das Aussteigen aus dem Bus erwies sich eines schönen Nachmittags als Quell höchster Gefahr. Wie man am Urlaubs-“einundzwanzig“ oben unschwer erkennen kann. Beim Aussteigen aus dem Bus bin ich mit dem linken Fuß umgeknickt. Das war schön. „knasckgsrgssslrriick“ Da berührte nicht mehr meine Fußsohle, sondern mein Knöchel den Boden und entlockte mir einen gellenden Schrei. Sekunden später schwoll der Knöchel zu beträchtlicher Größe an und ich war auf dem Weg zum nächsten Arzt.

Wie gut, dass auf kroatischen Campingplätzen eigentlich jeder Rezeptionist deutsch oder englisch spricht. So fragte mein Krankenbusfahrer (ER) nach dem nächsten Arzt und fuhr mich sofort dort hin. Der schickte uns weiter ins Krankenhaus nach Sibenik.

Das wäre der ideale Drehort für einen Horrorfilm! Regisseure, merkt euch meine Worte! Fahrt da hin und dreht nen Gruselfilm. Dunkelgrüne Türen mit deutlichen Gebrauchsspuren (Kratzern?), abgewetzter hellgrüner Linoleumboden und verschlissene mintgrüne Wandfarbe, dazwischen nackte Betonpfeiler. Dazu kam noch, dass es draußen langsam dunkel wurde und die Beleuchtung äußerst spärlich war. Als ich vor der Radiologie auf das Röntgen meines Fußes wartete, fürchtete ich tatsächlich, gleich von lebenden Toten oder toten Lebenden begrabbelt zu werden – dabei waren’s nur die Patienten aus der Geriatrie…

Das Röntgenbild zeigte, das nix gebrochen war. Mehr wusste ich aber auch nicht, als ich mit dicker Gipsschiene und der Anweisung 7 Tage zu liegen, das Krankenhaus verlassen hatte. Der einzige Arzt, der englisch gesprochen hat, behandelte mich nur ca. 2 Minuten und ich konnte ihm leider nicht verständlich machen, dass ich am selben Fuß schon einmal einen Bänderriss hatte.

Was folgte war ein überstürztes Ende des Urlaubs und Aufbruch zurück nach Deutschland. Zurück in Berlin – irgendwann Tage später – stellte der Arzt zusätzlich zum riesigen Blauen Fleck und zur Verstauchung die Diagnose auf einen „Verdacht auf Bänder-Torsion“. Aha, einen Verdacht. Super. Bei einem schon gerissenen Band, wäre Wissen eigentlich schon seliger denn Denken. Jetzt gehe ich zur Physiotherapie, lege den Fuß hoch und schaue dem blauen Fleck beim gelb werden zu.

„Mr. Fuß“ macht was mit!